COMENIUS-Projekte / Erasmus +

Das europäische Programm für lebenslanges Lernen lief von 2007 bis 2013 und war mit einem Budget von knapp 7 Milliarden Euro ausgestattet. Die europäische Bildungskooperation begann 1995 unter den damals 15 Mitgliedsstaaten der EU. Seit 2000 nehmen die neuen Mitgliedstaaten der EU in Mittel- und Osteuropa und seit 2004 die Türkei teil. Die Fördermittel der EU werden unter anderem für Reise- und Projektkosten der beteiligten Schulen verwendet. Seit dem 1.1.2014 heißt die neue Programmgeneration 'Erasmus +'; der Name COMENIUS bleibt für den Sektor der allgemeinbildenden Schulen bestehen. Weitere Informationen auf der Website des pädagogischen Austauschdienstes. 

COMENIUS-Projekte am GaW

Fünf Projekte wurden bisher mit unserer Partnerschule in Italien, dem Liceo Scientifico D’Alessandro in Bagheria/Sizilien, durchgeführt. Mit der Partnerschule findet seit 1998 jährlich eine Austauschbegegnung statt. Kommunikationssprache ist Englisch.

  • 1998/1999
    Erwachsenwerden im 21. Jhd. ( Kooperation mit den Partnerschulen in Bagheria/Italien und Montpellier/ Frankreich)
  • 2001/2002
    Eine sizilianische Reise: Von der Erfahrung zum Schreiben
  • 2003/2005
    Vergangenheit und Gegenwart- Stationen regionaler Wirtschaftsentwicklung in Böhmen, Sizilien und Ostwestfalen (Kooperation mit den Partner-schulen in Bagheria und in Budweis /Tschechische Republik)
  • 2008/2010
    Redensarten – Lebensarten / Modi di dire – modi di essere
  • 2013/2015
    A G.R.E.E.N DREAM: Growing, Respectful and Environmentally Engaged Nations

Das letzte COMENIUS-Projekt A G.R.E.E.N DREAM, im Schuljahr 2013/14 begonnen, hatte eine zweijährige Laufzeit und beschäftigte sich mit den Grünanlagen und Parks in den Städten Bielefeld und Bagheria/Sizilien. Zum ersten Mal gab es in der langjährigen Zusammenarbeit mit unserer italienischen Partnerschule ein Projekt mit dem Schwerpunkt Biologie. In Bielefeld begann die Projektarbeit direkt vor der Haustür, und zwar mit all den Fragen, die die zu der Zeit angelaufene Neugestaltung des "Parks der Menschenrechte" vor unserer Schule aufwirft.

Während der jeweils zehntägigen Austauschbegegnung in Bielefeld (März 2014) und Bagheria (Mai 2014) wurde in Workshops der Frage nachgegangen, inwieweit sich das Klima in den nächsten 100 Jahren verändern wird und welche Auswirkungen dies auf die beiden Partnerstädte haben wird. Daraus wurden Vorstellungen entwickelt, wie sich die Städte/Regionen auf den Klimawandel durch z.B. bauliche Maßnahmen (Parkgestaltung) einstellen können und welche Folgen sich für die Biodiversität (besonders im Mittelmeerraum) ergeben werden. In Workshops wurde zu den Themen 'Klimawandel', 'ökologische Folgen' und 'Stadtentwicklung in Deutschland und Italien' gearbeitet. Ziele von Exkursionen waren die Botanischen Gärten in Palermo und Bielefeld, der Teutoburger Wald und die Bergkette der Madonie in Sizilien sowie diverse Stadtparks. In Bielefeld fanden Gesprächsrunden mit Experten vom Grünflächenamt der Stadt statt, in Sizilien wurde mit Naturschutzorganisationen zusammengearbeitet.

Die Arbeit im zweiten Projektjahr knüpfte an die Ergebnisse des erstes Jahres an. In Bielefeld z.B. erarbeiteten die Austauschschüler jeweils eine Präsentation "Mein Lieblings-platz", die sie ihren Partnern vorstellten. Diese Orte, meist im eigenen Stadtviertel gelegen, wurden mit den Austauschpartnern besucht – für die jungen Sizilianer ein ganz persönlicher Zugang zur Heimat des Partners.

Die Ergebnisse der zweijährigen Projektarbeit wurden als Poster, PowerPoint-Präsentationen und Videos festgehalten.

Aus diesem Projekt haben sich viele Anregungen für neue Projekte mit unserer italienischen Partnerschule ergeben. So kann A G.R.E.E.N DREAM weitergeträumt werden — und bei der nächsten Austauschbegegnung wird der neue Park vor unserer Schule in Augenschein genommen!

Schulsanitätsdienst

Seit beinahe sieben Jahren besteht für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Schulsanitäter zu absolvieren und erkrankte und verunfallte Mitschülerinnen und Mitschüler zu betreuen. Unser Kooperationspartner, der die Kurse für die Schülerinnen und Schüler anbietet, sind die Johanniter, wodurch gewährleistet wird, dass die Ausbildung professionell erfolgt und die Lerninhalte den aktuellen medizinischen Kenntnissen entsprechen.

Die Ausbildung

Die erste Phase der Ausbildung (Erste-Hilfe-Kurs) zur Schulsanitäterin bzw. zum Schulsanitäter findet in der Regel in der Jahrgangsstufe 8 statt und umfasst ca. 16 Ausbildungsstunden. Der Kurs endet mit einer kleinen theoretischen und praktischen Prüfung. Nach dem Grundlagenkurs können interessierte Schülerinnen und Schüler einen Aufbaukurs zum eigentlichen Schulsanitäter belegen, der sie berechtigt, in eigener Verantwortung und nach Absprache mit unseren Sekretärinnen erkrankte und verletzte Schülerinnen und Schüler zu betreuen. In regelmäßigen Abständen wird unseren Schulsanis die Möglichkeit geboten, in Auffrischungs- und Vertiefungskursen ihr Wissen zu aktualisieren resp. zu erweitern.

Während der Ausbildung und in den Auffrischungs- und Vertiefungskursen lernen unsere angehenden Sanitäter die lebenswichtigen Funktionen (Vitalfunktionen) des Menschen kennen und erfahren, welche medizinischen Notfallbilder zu einer Beeinträchtigung dieser Vitalfunktionen und somit einer Lebensgefährdung führen können. Darüber hinaus stehen typische Verletzungen und Erkrankungen im Schulalltag auf dem Lehrplan. Die korrekte Behandlung von Notfallpatienten wird regelmäßig auch anhand von Fallbeispielen eingeübt.

Natürlich gibt es akute Notfallsituationen, in denen die Qualifikation einer Schulsanitäterin bzw. eines Schulsanitäters nicht ausreicht, um eine Schülerin bzw. einen Schüler hinreichend zu versorgen. Ist dies der Fall, wird in Absprache mit dem Sekretariat schnellstmöglich der Rettungsdienst gerufen. Bis zum Eintreffen des notfallmedizinischen Personals übernehmen die Schulsanitäter die Akutversorgung und leisten erweiterte Erste Hilfe.

Wie werde ich Sani?

Jedes Jahr werden neue Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter ausgebildet, die für den Fortbestand des Schulsanitätsdienstes sorgen. Zu Beginn eines jeden neuen Schuljahres informieren Schülerinnen und Schüler, die bereits seit mehreren Jahren Schulsanitäter sind, die achten Klassen über Inhalte und Wege der Ausbildung zum Sanitäter. Jede/jeder interessierte Schülerin/Schüler der Jahrgangsstufe 8 ist herzlich eingeladen, das Leitungsteam unserer Schulsanitäter anzusprechen.

Das Leitungsteam der Schulsanitäter

Der Schulsanitätsdienst am Gymnasium am Waldhof wird von Lehrerseite durch die Mittelstufenkoordinatorin, Frau Höner, betreut. Des Weiteren haben einige Schülerinnen und Schüler, die bereits seit mehreren Jahren Mitglieder des Sani-Dienstes sind, sich bereit erklärt, federführend an der Weiterentwicklung und Organisation des Sani-Dienstes mitzuarbeiten. Das Leitungsteam der Schülerinnen und Schüler wird von Miran Turan, Lisa Kiel und Lorin Sehzar gebildet, die neben Frau Höner gerne als Ansprechpartner für am Sanitätsdienst interessierte Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen.

Surfen mit SIN(N) am GaW

Neue Medien und Prävention

Im Netzwerk „Surfen mit SIN(N) – Sicherheit im Netz“ haben sich verschiedene Einrichtungen in Bielefeld zusammengeschlossen und bündeln das Fachwissen und die Kompetenz zu gemeinsamen Zielen und Themen:

Ziele im Rahmen der Prävention

  • Aufklärung über Chancen und Risiken der Internetnutzung
  • Sensibilisierung im Umgang mit Online-Medien (Cybermobbing)
  • Förderung eines risikoarmen Umgangs mit Online-Medien
  • Urheberrechte
  • Datenschutz (Fotos im Netz etc.)
  • Förderung von Medienkompetenz

Themen im Rahmen der Prävention

  • Problematische Inhalte
  • Rechtsfragen im Netz
  • Medienethik / Netikette
  • Kommunizieren
  • Spielen
  • Technische Schutzmaßnahmen
  • Datenschutz
  • Suchen und Recherchieren
  • Einkaufen im Netz / Verträge

Dazu gibt es die folgenden Bausteine am Gymnasium am Waldhof:

Baustein 1:  Elternabend für Eltern der 5. (und 6.) Klassen
Informationen über Nutzen und Gefahren von Social Networks und Online-Communities

Baustein 2:  Workshop für Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen
Informationen zum Thema Nutzen und Gefahren von Social Networks und Online-Communities (vgl. Elternabend Baustein 1)

Baustein 3: Workshop für Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen
Informationen zum Thema „Handy“ über alles Wissenswerte und Notwendige über die Nutzung von Handys und über die damit verbundenen Risiken 

Weitere Projekte

  • Streitschlichtung
  • Schüler fördern Schüler
  • „Natürlich bin ich stark“
  • Suchtmittelkonsum/-vorbeugung
  • AIDS